Wasserkraftanlagen in Deutschland – So viel Strom erhalten wir aus Wasserkraft

Wasserkraftanlagen haben in Deutschland eine lange Tradition und deshalb existieren viele kleine Anlagen, die statistisch nicht erfasst werden. Sodass man keine exakte Zahl nennen kann.

80 Prozent des Stromes aus Wasserkraft erzeugen große Wasserkraftwerke

2011 ergab eine Umfrage in den einzelnen Bundesländern, dass sich die Anzahl der Anlagen etwa auf 7600 beläuft. 6249 kleine Anlagen wurden 2008 nach dem erneuerbare Energien Gesetz vergütet. Außerdem sind die Standorte von 406 größeren Anlagen bekannt, die mehr als ein Megawatt Strom erzeugen.

2012 wurden 21755 Gigawattstunden Strom mit der Kraft des Wassers gewonnen

Das entspricht circa 3,6 Prozent des Bruttostromverbrauches. Der Anteil der Energieerzeugung aus Wasserkraft am Bruttostromverbrauch in Deutschland pendelte in den Jahren 1991 bis 2012 zwischen 2,9 und 4,3 Prozent. Das hängt vor allem damit zusammen, wie viel Wasser die Flüsse führen. In trockenen Jahren wird weniger Energie erzeugt. Kapazitätsmäßig soll sich an der einen oder anderen vorhandenen Anlage durch An- und Umbauten noch etwas erhöhen, aber die Anzahl der Anlagen wird wahrscheinlich nicht weiter steigen.

In Deutschland sind 4.040 Megawatt Leistung in Wasserkraftanlagen installiert

Eine Potenzialanalyse des Bundesamtes für Umwelt ergab, dass das Potenzial zu 80 Prozent ausgeschöpft ist. Das sind etwa 20,9 TWh Regelarbeitsvermögen. Lediglich 20 Prozent können noch zusätzlich erschlossen werden. Das sind etwa fünf TWh. Diese sollen aus Reaktivierungen vorhandener Staubecken und Modernisierungen an bestehenden Anlagen erschlossen werden.

Arten von Kraftwerken mit Wasserkraftnutzung

Bei den Anlagen wird zwischen Speicherkraftwerken, Laufwasserkraftwerken und Pumpspeicherkraftwerken unterschieden. Laufwasserkraftwerke nutzen die Fließgeschwindigkeit von Flüssen für den Antrieb ihrer Turbinen, während Speicherkraftwerke die Kraft des angestauten Wassers nutzen. Pumpspeicherkraftwerke funktionieren wie Speicherkraftwerke, dienen aber eher dem Ausgleich von Stromkapazitäten beim Tages- und Nachtstrom.

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