Erneuerbare Energien in einem Entwicklungsland wie Indonesien

Strom aus Müll? Ist das möglich?
Indonesien ist bekannt als einer der größten Umweltverschmutzer der Welt. Wie in vielen Zweite-Weltländern hat das Land Probleme in der Abfallverwertung und Aufbereitung. Aber nicht nur der Müll ist ein Problem, auch die Verwendung und Verschwendung von Strom und Energie trägt erheblich zur Klimaerwärmung bei. Bei diesen Tatsachen frägt man sich, wie die Zukunft der Welt aussehen wird und wie man diese Probleme lösen kann. Die Frage ist, wie man erneuerbare Energien in dem Land einführen kann und die Müllproduktion verringern sowie die Verarbeitung verbessern kann.

Spricht man mit Experten, dann kann man in 12 größeren Städten in Indonesien Strom mit Hilfe von Abfällen erzeugen – in der Theorie ist es zumindest möglich. Ebenso in der Realität. Wir geben hier einen kleinen Einblick, was bisher in Indonesien umgesetzt wurde.

1. In Jakarta, der Hauptstadt von Indonesien werden mittlerweile Abfallbehandlungsanlangen gebaut.

2. Auch in Sachen Wasserkraft kann man in Indonesien noch einiges unternehmen. Es sind schon etliche Anlagen installiert, aber oft nur in abgelegenen ländlichen Gebieten. Diese Projekte werden von der Asiatischen Entwicklungsbank finanziert und sind mittlerweile in Papua, Nusa Tenggara, Sulawesi und Kalimantan umgesetzt worden.

3. Windenergie ist bereits ebenfalls in Indonesien angekommen. Auch eher in den ländlichen und abgelegenen Gebieten genutzt, wird Windenergie zum Pumpenantrieb und Aufladen von Batterien genutzt. Leider kann man das Potential nicht komplett ausschöpfen, da die Windgeschwindigkeit in den Regionen begrenzt ist.

4. Lokale Unternehmen, ansässig auf der Insel Jawa, fertigen bereits Solar- und Windenergieprodukte her. Andere Produkte, welche technisch anspruchsvoller sind, werden noch aus den USA, Japan und Europa importiert.

5. Satte 40 % der Erdwärme kann Indonesien aus dem eigenen Land gewinnen. Aufgrund der geographischen Lage liegt Indonesien auf einer langen Kette von Vulkanen! Man hat sozusagen überall natürliche und geothermische Kraftwerke.

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China und erneuerbare Energien

erneuerbare-energie-chinaChina gilt in der Welt als einer der größten Luft- und Umweltverschmutzer überhaupt. Was viele nicht wissen: Im Gegenzug dazu boomt Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne und Wasser in keinem Land so sehr wie in China. China gewinnt ca. 30 % seines Stroms durch erneuerbare Energien. Im Vergleich dazu gewinnt Deutschland 31 % an Energie durch erneuerbare Energien. In Sachen Bauvorhaben und Entwicklung explodiert China förmlich. Daher ist es nicht verwunderlich, dass China in den kommenden Jahren mehr Strom aus erneuerbaren Energien gewinnen wird.

Der Ausbau wird vor allem bei der Leistung aus Windrädern und dem Ausbau von Photovoltaik-Kraftwerken vorangetrieben. Chinas Ziel ist es, bis 2017 550 Gigawatt Leistung aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Das Deutsche Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) dient in China als Vorbild. Anders als angenommen ist sich China seiner Umweltprobleme bewusst und hat Kurs auf eine „Schnelle Energiewende“ gelegt.

In China wird der Fokus auf den Neuaufbau von Kraftwerksleistung gelegt – in Deutschland geht es eher um ein Umbauprojekt in Sachen Kernkraft- und Kohlestrom, welches durch Wind- und Solarstrom ersetzt werden soll. In China ist die Prioritätenliste anders aufgeteilt als bei uns in Deutschland. China gilt als einer der Staaten, welche für einen großen Anteil in Sachen Kohlendioxid-Emission verantwortlich sind, nämlich satte 26 % (In Deutschland gerade mal 2.5 %).

Ein Auge auf die Wasserkraft geworfen, zeigt, dass über die Hälfte der Wasserkraft in China aus der Co2-freien Stromerzeugung kommt. Ein Blick auf den Drei-Schluchten-Staudamm lohnt sich daher – wobei dieser in der Politik nur eine untergeordnete Rolle spielt. Der Staudamm ist 185 Meter hoch und 2.309 Meter lang. Der See selbst hat eine Länge von 600 Kilometern. Dieses Projekt ist einmalig in der Geschichte.

Ein Vergleich der Energielandschaften in Deutschland und in China ist schier unmöglich. Hierzulande haben wir knapp 83 Millionen Menschen, in China wiederum 1.351 Millionen Menschen – Die Bedürfnisse sind daher unterschiedlich.

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Erneuerbare Energien – Eine kurze Übersicht

Erneuerbare Energien sind Energieträger die im Rahmen des menschlichen Zeithorizonts praktisch unerschöpflich zur Verfügung stehen, oder welche sich schnell wieder erneuern können. Erneuerbare Energien gelten heute als wichtigste Säule einer nachhaltigen Energiepolitik und als Energiewende. Zu den erneuerbaren Energien gehören Wasserkraft, Windenergie, solare Strahlung, Erdwärme und nachwachsenden Rohstoffe, aber auch sekundäre Energieträger wie Elektrizität, Wärme und Kraftstoff werden oft recht unpräzise als erneuerbare Energien bezeichnet Elektrizität aus erneuerbaren Energien wird auch Grünstrom und Ökostrom genannt.

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