Elektroautos – ein Überblick

Umweltbewusste Menschen wissen, dass der tägliche Verkehr einer der größten Schadstoffverursacher ist. Doch nicht für jeden ist es möglich, auf das Auto zu verzichten. Wohnt man im ländlichen Raum, stellen öffentliche Verkehrsmittel keine attraktive Alternative zum eigenen PKW dar. Oft sind die Anfahrtswege mit Bus und Bahn doppelt zu lang oder man hat abends gar keine Verbindung mehr nach Hause. Um den Verkehr umweltfreundlicher zu gestalten, tüfteln Autobauer schon seit Jahrzehnten an Elektrofahrzeugen.

Elektroautos – Trend der Moderne?

In den letzten Jahren liest man immer wieder über neue Entwicklungen auf dem Elektromarkt. Doch kaum jemandem ist bewusst, dass Elektroautos keine Erfindung unseres modernen Zeitalters sind. Schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts kam Elektrizität als Antrieb für Fahrzeuge ins Spiel. Die Anfänge sind auf das Trouvé Tricylcle von Gustave Trouvé zurückzuführen, das im Jahr 1881 vorgestellt wurde. Dabei handelte es sich um ein Gefährt mit drei Rädern, das mit einem Elektromotor ausgestattet war.

Die Geschwindigkeit war mit 12 km/h allerdings bescheiden. Einige Jahre später, genau 1899, schaffte das La Jamais Contente von Camille Jenatzy erstmals eine Geschwindigkeit von mehr als 100 km/h. Damit ging das Elektrofahrzeug des belgischen Taxiunternehmers und Rennfahrers in die Geschichte ein. Im 20. Jahrhundert bewegte sich die Elektromobilität noch im Nischenbereich. Erst 1990 gab es wieder mehr Ambitionen, mehr Forschungen zu betreiben. Damals wurde nämlich vom California Air Resources Board (CARB) ein Erlass herausgegeben (Clean Air Act und Zero Emmission Mandate), wonach bis 1998 ein Mindestanteil von zwei Prozent und bis 2003 zehn Prozent aller Neufahrzeuge emissionsfrei sein sollten. Aufgrund dieser Regelung stieg die Motivation der Autohersteller, mehr Geld und Zeit in die Entwicklung von Elektroautos zu investieren.

Elektroautos – noch einige technische Probleme

Nicht mehr bei der Tankstelle monatlich hundert oder mehr Euros abzulegen, das Fahrzeug ganz einfach zu Hause an die Steckdose anzuschließen – ein Traum vieler Autofahrer. Doch bis Elektroautos in den Massenbetrieb gehen, wird noch einige Zeit vergehen. Vielleicht kann man in einem Jahrzehnt jede Menge Elektroautos bei mobile.de finden. Auf dieser Plattform können Privatpersonen und Händler gebrauchte Fahrzeuge inserieren. Der Anteil an Elektroautos im Gebrauchtwagenmarkt ist heute allerdings noch verschwindend klein. Die Gründe dafür sind unter anderem:

  • Elektrofahrzeuge haben einen höheren Anschaffungspreis als mit Benzin oder Diesel betriebene Autos
  • Bis die Batterie voll aufgeladen ist dauert es bei manchen Modellen noch mehrere Stunden – selbst an speziellen Schnell-Ladezonen muss man rund eine halbe Stunde warten, bis das Fahrzeug vollständig aufgeladen ist.
  • Wie lange die Batterien halten, ist unklar, möglicherweise müssen die Akkus nach einigen Jahren Vollbetrieb bereits getauscht werden
  • Das größte Hindernis stellen für viele potentielle Kunden von Elektroautos die Reichweiten dar. Die größte Reichweite von maximal 500 Kilometer wird nur von den teuersten Modellen erreicht. Dabei darf das Fahrzeug jedoch nicht voll beladen sein.

Für wen sind Elektroautos eine Alternative?

Die Vorteile von elektronisch betriebenen Fahrzeugen sind eindeutig die Umweltfreundlichkeit und die geringen Kosten beim Tanken. Auch von der Steuer her sind Elektrofahrzeuge begünstigt. Außerdem sind Elektrofahrzeuge sehr leise – ein großer Vorteil nicht nur für Autofahrer, sondern auch für Menschen, die an stark befahrenen Straßen wohnen.

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