Stromquellen 2015 in Deutschland

Der Ausbau erneuerbarer Energien wird stetig gefördert, um eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten. Seit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz von 2000, das wesentlich zur Energiewende beiträgt, konnte der prozentuale Anteil regenerativer Energien an der Stromerzeugung immer stärker anwachsen. Wichtige Instanz für das Jahr 2015 war die Reform des EEG 2014. Vierzehn Jahre später mussten einige Ziele von 2000 angepasst und erweitert und vor allem die Förderung optimiert werden. Ziel ist es nun, 2025 einen Anteil zwischen 40 und 45% zu erreichen. Regenerative Energie soll dazu beitragen, fossile Energieträger Stück für Stück abzulösen. Erste Entwicklungen nach der Reform zeigen sich im Jahr 2015, für das die Bilanzen bereits vorliegen.

Anteil erneuerbarer Energien wächst weiter

Insgesamt beträgt der Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten Bruttostromerzeugung 2015 29,9%. Im Vergleich zum Vorjahr ist damit ein Zugewinn von 4,1% zu verzeichnen. Prozentual am meisten gewachsen und damit auf dem ersten Platz unter den erneuerbaren Energieträgern ist die Windkraft, die mit 13,3% um 50% gewachsen ist.

Dagegen ging der Anteil an Strom aus Biomasse leicht zurück (2015: 7,7%). Photovoltaik mit 5,9% und Wasserkraft mit 3,0% machen den geringsten Anteil innerhalb der erneuerbaren Energien aus. Hier zeigt sich noch Ausbaubedarf, vor allem bezüglich der Photovoltaikanlage.

Ablösung konventioneller Energieträger in Sicht?

Zu den konventionellen Energieträgern zählen Kernkraft, Braunkohle, Steinkohle und Erdgas. Braunkohle bleibt auch im Jahr 2015 weiterhin an der Spitze und trägt zu knapp einem Viertel zur Stromversorgung bei. Auch Steinkohle und Kernkraft übertreffen noch den häufigsten Vertreter der erneuerbaren Energien: Der Anteil von Steinkohle an der Stromversorgung liegt bei 18,2% und der von Kernkraft bei 14,1%. Werden diese Werte aber mit denen des Vorjahres verglichen, so lässt sich ein leichter Rückgang der Braunkohle und der Kernkraft feststellen, der auf beiden Seiten fast 2% beträgt. Mit Blick auf die langfristige Entwicklung der regenerativen Energien ist ein steter Zuwachs zu erkennen, der exponentiell verläuft.

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Infografik Quelle: Antoine Werner Beinhoff

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